Herbsttreffen des Bau-Sachverständigennetzwerkes BAU-SV.NET

karte_2007.jpgVom 2.-4.11.2007 fand das Herbstseminar des Bau-Sachverständigennetzwerkes BAU-SV.NET in Nürnberg statt.

Die im BAU-SV.NET zusammengeschlossenen Sachverständigen sind ein überregionales Netzwerk von öffentlich bestellten und vereidigten Bausachverständigen.

Als neues Mitglied im Netzwerk wurde Axel Einemann aus Hamburg aufgenommen. Axel Einemann ist Bauingenieur und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden.

Das Sachverständigennetzwerk veranstaltet regelmäßig 2x im Jahr Seminare an wechselnden Orten, in denen die Mitglieder über aktuelle Themen referieren und ihre Erfahrungen bei der Bearbeitung von Gutachten austauschen.

Schwerpunkte des Herbstseminars 2007 waren:

  • Holzschäden: Erkennen und Sanieren
  • Beurteilung der Luftdichtigkeit von Gebäuden,
  • Messtechnik für Gutachter,
  • Auswirkungen der neuen DIN V 18599 in der Praxis
  • Normen, Bauregelliste, allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen, allgemeine bauaufsichtliche Prüfzeugnisse, Merkblätter, Herstellerempfehlungen: was ist im Zweifelsfall allgemein anerkannte Regel der Technik?
  • Abdichtung von Bädern auf Holzbalkendecken

Neben den Fachreferaten ist ein wesentlicher Teil der BAU-SV.NET Seminare der Erfahrungsaustausch der Mitglieder. Anhand von aktuellen Aufgabenstellungen werden Probleme und Erfahrungen intensiv besprochen und diskutiert.

Ab wann sind Energieausweise verpflichtend?

Nachdem am 1.10.2007 die neue Energieeinsparverordnung – EnEV in Kraft tritt, herrscht Unsicherheit, ab wann Eigentümer oder Verkäufer von Wohnungen oder Immobilien zur Vermietung oder beim Verkauf den Energiepass vorlegen müssen. Hier die Antwort auf die Frage:

Energieausweise für Neubauten sowie für Modernisierungen im Bestand:
Der Eigentümer erhält den Energieausweis vom Architekten oder vom Bauträger und muss ihn Behörden auf Verlangen vorlegen

  • ab 1.Oktober 2007 ist er Pflicht bei neuen Bauanträgen.

Energieausweise für Bestandsgebäude samt möglichen Modernisierungsempfehlungen bei Verkauf oder Neuvermietung:
Der Eigentümer muss den Energieausweis von einem Ausstellungsberechtigten erstellen lassen und den Energieausweis potentiellen Käufern oder Neumietern auf Verlangen vorlegen. Der Energieausweis wird verpflichtend:

  • ab 1. Juli 2008 für Wohnbestand erbaut bis 31.12.1965
  • ab 1. Januar 2009 für Wohnbestand erbaut ab 01.01.1966
  • ab 1. Juli 2009 für Nichtwohngebäude im Bestand

Öffentliche Energieausweise für große Dienstleistungsgebäude mit über 1.000 m² Nutzfläche und regem Publikumsverkehr:
Der Eigentümer verpflichtend muss den Energieausweis von einem Berechtigten ausstellen lassen und ihn gut sichtbar aushängen.

  • ab 01.Juli 2009 verpflichtend

Zeichen für Sachverstand

Logo vereidigte SachverständigeWer öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige beauftragt, erhält eine Dienstleistung von höchster Qualität. Doch leider ist es für den Auftraggeber bisher nicht immer leicht gewesen, in der Flut von Anbietern im Sachverständigenwesen den richtig qualifizierten Sachverständigen sofort zu finden.

Mit dem neuen Erscheinungsbild präsentieren sich die öffentlich bestellten Sachverständigen mit ihren geprüften Qualitäten – im Interesse der potentiellen Kunden. Das Institut für Sachverständigenwesen Köln, vergibt die Rechte an diesem Qualitätssiegel ausschließlich an öffentlich bestellte und vereidigte, also an hoch qualifizierte Sachverständige.

dena warnt vor Billigangeboten für Energieausweise

Der Energieausweis zum Dumpingpreis erweist sich oft als eine Mogelpackung. Wer hier geizt, kann eine böse Überraschung erleben. Die Vorlage eines nicht vollständigen Ausweises kann mit Bußgeldern von bis zu 15.000 Euro geahndet werden.

Energieausweis nur 9,90 Euro“: So oder ähnlich bewerben derzeit einzelne Firmen die Erstellung von Energieausweisen für Gebäude. Die Eigentümer müssen lediglich einen Internet-Fragebogen über den Energieverbrauch der letzen drei Jahre ausfüllen und wenig später liegt der fertige „Energieausweis“ in ihrem Briefkasten. Kein Vor-Ort-Termin, kein großer Aufwand – allerdings oftmals auch kein gültiger Energieausweis.

Der Energieausweis zum Dumpingpreis erweist sich oft als eine Mogelpackung. Wer hier geizt, kann eine böse Überraschung erleben. Die Vorlage eines nicht vollständigen Ausweises kann mit Bußgeldern von bis zu 15.000 Euro geahndet werden. „Es werden Energieausweise angeboten, die nicht den gesetzlichen Anforderungen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) entsprechen und deshalb ungültig sind. Der Eigentümer sollte die Qualität und die Gültigkeit des angebotenen Energieauswei-ses vor der Beauftragung prüfen. Die dena empfiehlt den bedarfsorientierten Energieausweis“ betont dena-Geschäftsführer Stephan Kohler.

Folgende Kriterien helfen Angebote zu beurteilen:
Modernisierungsempfehlungen: Dem Energieausweis müssen individuelle Modernisierungsempfeh-lungen beigefügt werden – egal, ob er auf gemessenen Verbrauchswerten oder dem rechnerischen Energiebedarf beruht. Dazu sollte der Aussteller die vorhandene Heiztechnik und die Qualität von Wänden und Fenstern vor Ort prüfen. Fehlen die Sanierungstipps, ist der Energieausweis ungültig. Eine Vereinbarung zwischen Eigentümer und Aussteller zum Ausschluss der Empfehlungen ist nicht zulässig.

Aufnahme der Gebäudedaten: Die Gebäudemaße und der Energieverbrauch dürfen vom Eigentümer zwar selbst erhoben und an den Energieausweis-Aussteller übermittelt werden. Allerdings ist der Aus-steller gesetzlich verpflichtet zu überprüfen, ob diese Angaben plausibel sind. Bei der Übermittlung der Daten über ein Internetformular kann diese Prüfung ohne Rücksprache kaum gewährleistet werden. Die Gefahr, dass fehlerhafte Daten zu Grunde gelegt werden, ist in diesem Fall sehr hoch. Der Aus-steller sollte den Eigentümer zumindest telefonisch kontaktieren und sich der Richtigkeit der Daten versichern.

Die dena empfiehlt grundsätzlich eine Vor-Ort-Begehung durch den Aussteller vor der Erstellung des Energieausweises. Auf diese Weise können die Gebäudedaten und der bauliche Zustand des Gebäu-des angemessen erfasst und die Modernisierungsempfehlungen präzise ermittelt werden. Je ausführ-licher die Sanierungstipps und gründlicher die Datenerfassung, desto besser die Qualität und die Aus-sagekraft des Energieausweises.
Ab dem 1. Juli 2008 wird die Vorlage von Energieausweisen bei Verkauf und Neuvermietung schritt-weise für verschiedene Gebäudetypen verbindlich eingeführt. Weitere detaillierte Informationen dazu finden Verbraucher unter www.dena-energieausweis.de

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